13. August 2008
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Furchtbare Dinge wurden über Alone in the Dark auf der Xbox 360 geschrieben - ein im Vorfeld hochgelobtes Spiel mit innovativem Gameplay und neuartigen Grafikeffekten enttäuschte auf der Zielgeraden durch schwere Patzer in der Steuerung und Storyline.
Jetzt ist die Alone in the Dark Demo auf dem Xbox Live Marktplatz zum Download erhältlich, und da musste ich mir natürlich ein eigenes Urteil bilden. Nicht zuletzt deshalb, weil Alone in the Dark auch mein erstes Survival Horror Spiel war - 1992 auf dem PC. Diese Vorliebe setzte sich dann mit Resident Evil auf der Playstation fort, und hat bis heute mit Dead Rising und ähnlichen Titeln angehalten.
Alone in the Dark beginnt mit einer relativ einfallslosen geskripteten Szene, wie man sie aus Dutzenden anderen Spielen kennt. Der Held wacht orientierungslos auf, ist gefangen und weiß nicht, wer er ist. Hier lernt man die Grundlagen der Steuerung kennen - umschauen, blinzeln, um die Nachwirkungen der Betäubung wegzuwischen (sonst verschwimmt das Bild sehr effektvoll), laufen usw. Dann bricht die Katastrophe über das Wohnhaus herein, Risse erscheinen in den Wänden und Löcher verschlingen die Bösewichte, die unseren Helden gerade noch um die Ecke bringen wollten.
Endlich allein, kann man sich nun in Ruhe umschauen und die Grafik genießen. Und die Grafik ist einfach fantastisch, sowohl technisch als auch ästhetisch. Die Bildwiederholrate ist sehr hoch, dadurch wirkt das Bild sehr flüssig. In komplexen Szenen kann die Bildrate aber leicht einbrechen, das konnte ich einige Minuten später sehen, als mehrere Personen gleichzeitig im Bild waren. Das Beste an der Alone in the Dark Grafik sind natürlich die Feuer, Nebel und Lichteffekte. Ganz ehrlich, so organisch und lebendig habe ich noch keine Flammen auf brennenden Möbelstücken gesehen. Ein wichtiger Faktor für den weichen Eindruck der Grafik ist das hohe Anti-aliasing, also die Kantenglättung, die hier hervorragend eingesetzt wird.
Die Action lässt nicht lange auf sich warten, der Spieler muss sich in einem Fahrstuhlschacht herunterhangeln, mit einem Feuerlöscher hantieren und Möbel verschieben. Die Havoc Physik Engine zeigt schon in den ersten Minuten, was sie drauf hat - die Bewegung von Objekten wirkt sehr natürlich.
Wo also schwächelt das Spiel in der Demo? Die Gesichter der Charaktere, obwohl sehr fein und detailliert modelliert, wirken wächsern und irgendwie tot (nicht untot, die Zombies kommen ja später). Auch die Haare des alter egos Carnby wirken wie mit Lehm überzogen. Die so oft besprochenen Schwächen im Gameplay tauchen wohl erst später auf, darüber dann später mehr, wenn ich die Alone in the Dark Demo bis zum Ende gespielt habe :)
Labels: Xbox 360
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Robs Blog ist der Blog von Robert Schneider aus Berlin. Ich schreibe über DJ Musik, Unterhaltungselektronik, Xbox 360 Spiele, Berlin und Zeitgeschehen.