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26. April 2008
Link zum Artikel Neue Jungle MP3 Tracks - zuletzt gekauft bei Beatport Posten
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Meine letzte Einkaufstour bei Beatport war ganz Jungle und Drum'n'Bass gewidmet. Der fantastische Podcast "Drum'n'Bass Arena" von breakbeat.co.uk glänzt mit kompletten Playlists und eignet sich daher wunderbar als Inspiration. Schon seit Wochen bin ich auf der Suche nach einem bestimmten Titel - "Solid Air" von Nero UK, aber das Teil ist in keinem MP3 Shop zu finden. Hängen geblieben bin ich schließlich bei Bachelors of Science, bekannt für fließende und melodisch treibende Jungle Tracks.
Symphony von Incident (TIPP)
Weiche Klänge und verträumte Melodien lassen einen die Augen schließen, wäre da nicht der dominante Breakbeat als Kontrast zur perfekten Harmonie.
Strings Track von Bachelors of Science (TIPP)
Einfallsreich sind sie nicht, die Namen der Tracks von Bachelors of Science, aber der Titel ist auf jeden Fall Programm! Fast schon als Chill-Out schleicht der Strings Track heran, mit dubbigen Seufzern, kuscheligen Sinus-Basslines und gefilterten Streicher-Loops.
Druggy von Sub Focus (TIPP)
Es sind diese Percussion Tracks, die alle Arme auf der Tanzfläche nach oben reißen. Subtonal modulierte Bässe und getrommelte effektüberladene Drums treiben nach vorne, und dann - Stille: der verspielte Breakdown mit Vogelgezwitscher macht die Beats als Kontrast umso wirkungsvoller.
Back to your Roots von Jonny L (TIPP)
Der gute alte Jonny L mischt immer noch ganz vorne mit im Jungle Geschäft. Hier zelebriert der MC die guten alten Tage - "let me see you shake in your boots, come back to the old school, back to your roots", und wir machen gerne mit!
Bounty Hunter von DJ Pleasure (TIPP)
Diese Beats sind einfach nur böse - aber Bounty Hunter ist eben kein Job für Sitzpinkler. Sergio Leone tritt auf zum Showdown in der Mittagshitze, und das Echo der Pistolenschüsse versinkt im Bass.
People Together von Bachelors of Science
Wenn Quentin Tarantino und Fatboy Slim zusammen Musik machen würden, könnte dieser Track dabei herauskommen. Das jazziges Vocal Sample über einem spritzigen Beat und das flippige 60er Jahre Flair im Arrangement sorgen für gute Laune.
Song for Lovers von Bachelors of Science
Der zweite Track von Bachelors of Science wird durch romantisch verspielte Vocals geprägt, die über einem Teppich aus Strings und treibenden Bässen liegen. Ein bisschen fehlt der letzte Kick, aber schön ist der Kitsch trotzdem.
Workout von Nero UK
Lust auf Knüppelbeats und Effektgewitter? Wie eine Betonmauer rast Workout auf Dich zu und hüllt Dich in ein kompromissloses Drum'n'Bass Stakkato ein.
Airplane von Sub Focus
Gute Drum'n'Bass Tracks kommen mit wenigen Zutaten aus, und Airplane gehört zu dieser Sorte. Ein eingängiges Sprach-Sample, eine gerade durchgeschlagene Bassline und eine Handvoll passend platzierter Einsätze sind alles, was der Dancefloor braucht.
All Blue von Sigma
Ein Monster-Track, melodisch und komplex, mit Gitarren-Riffs, Vocals und trancig melodischen Breakdowns.
Energy von Nero UK
Energy überträgt die Idee von Doom's Night (ihr erinnert Euch? ... wau-wau Bässe?) in einen elektronisch kalten Drum'n'Bass Track, der zwischen Endlosschleifen und rollenden Basslines hin- und herpendelt.
Hurt You von Chase & Status
Klagende Vocals und weiche Bässe bestimmen diesen After-Hour Track.
Beatport ist der Online-Shop für DJs, in dem man für 1,49 Euro bis 2,49 Euro pro Tracks DJ MP3 Tracks online kaufen kann. Besonders praktisch ist, dass der Warenkorb im Beatport Account gespeichert wird, sodass man probemlos erst aussuchen und an einem anderen Tag kaufen kann.
Labels: DJ
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Weiterführender Link zum Thema Neue Jungle MP3 Tracks - zuletzt gekauft bei Beatport
25. April 2008
Link zum Artikel So peinlich ist Berlin - die Flughafen Tempelhof Debatte Posten
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Dass Berlin gerne mal peinlich rüberkommt, ist bekannt. Und dass in Berlin Machtkämpfe zwischen Politik und Wirtschaft gerne auf dem Rücken der Berliner ausgetragen werden, weiß schon jeder Gassenhauer pfeifende Hosenscheißer.
Wenn beide Phänomene zusammenkommen, erlebt man so etwas unglaubliches wie den Volksentscheid über den Flughafen Berlin Tempelhof, der im viel zu kalten Frühjahr 2008 das Berliner Stadtgespräch bestimmt.
Zur Vorgeschichte nur ganz kurz: Der rot-rote Berliner Senat hatte die Schließung des Flughafens in Berlin-Tempelhof beschlossen, aber die Opposition aus Union, FDP und verschiedenen Interessenvereinigungen (auch Lobbys genannt) war dagegen. Um die Entscheidung des Senats umzukehren, wurde ein Volksentscheid ins Leben gerufen. Dieser Tatbestand ist an sich schon bemerkenswert, denn CDU und FDP sind von jeher Gegner und Verhinderer basisdemokratischer Einflüsse in der Politik.
Beide Seiten - Flughafengegner und Flughafenbefürworter - liefern sich seitdem eine öffentliche Debatte, die an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten ist. Selbst wenn man nicht die verantwortlungslos parteiische lokale Journaille aus BILD Berlin und Bingo-Zeitung verfolgt, wird man fortwährend von Plakaten und Anschlägen im Stadtbild belästigt, die immer absurder werdende hanebüchene Argumente pro und kontra auftischen.
Die Tempelhof Lobby vergewaltigt für den Flughafenentscheid kurzerhand einen Grundsatz der Demokratie, wenn sie Artikel 20 aus dem Grundgesetz zitieren: "Alle Macht geht vom Volke aus" titeln die Plakte auf deutsch und türkisch in verschiedenen Stadtbezirken Berlins. Mit der Sache hat das nichts mehr zu tun, allein der Volkeswille gegen den Regierenden und seine Koalition soll hier aktiviert werden.
Tempelhof Gegner aus dem Lager von SPD und Die Linke rüsteten zum demagogischen Gegenschlag und verschandeln derzeit das Stadtbild mit Bauarbeitern, allein erziehenden Müttern und Omis, die mit Berliner Schnauze gegen den vermeintlichen Bonzenflughafen Tempelhof wettern: "Ick fliege uff Berlin, aber nicht von Tempelhof" und "Ick zahl doch nicht für'n VIP-Flughafen", titeln mürrische Gesichter und verursachen statt Betroffenheit einfach nur Befremden bei jedem Berliner mit einem Mindestmaß an kritischem Einschätzungsmaßnahmen (ein paar hundert kommen da schon zusammen, denke ich). Dass Tempelhof ein Flughafen für Geschäftsreisende, wenig frequentierte Strecken und kleine Flugzeuge ist, hat einfach nichts mit dem sozialen Gegensatz von reich und arm zu tun.
Berliner, geht NICHT abstimmen im Volksentscheid um die Zukunft des Flughafens Berlin-Tempelhof. Wer die Berliner derartig für dumm verkauft, hat keine Stimme verdient, liebe Politiker und Lobbyisten. Lasst uns lieber in den Park gehen und die Sonne genießen, denn der Frühling wird doch noch schön!
Labels: Berlin, Zeitgeschehen
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23. April 2008
Link zum Artikel Die Uhren drehen sich rückwärts Posten
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Ist technischer Fortschritt unaufhaltbar? Geht die Entwicklung von elektronischen Produkten für den Alltag immer nur vorwärts? Werden die Geräte ständig komplizierter und für ältere Generation (und das sind heute schon die Mittdreißiger) nicht mehr bedienbar?
Während alle drei Fragen in der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation ganz klar mit ja beantwortet werden können, widersetzt sich ein technisches Kulturgut erfolgreich dem Fortschritt - die Uhr.
Schon in den 70ern spottete Douglas Adams in "Per Anhalter durch die Galaxis" über die Menschheit, dass sie als einzige galaktische Rasse Digitaluhren für eine tolle Erfindung halten würde. Digitaluhren wurden in den 70er und 80er Jahren zu einer ungeahnten Vielfalt getrieben. Die Casios zeigten nicht nur die Uhrzeit, sondern waren auch noch Taschenrechner, Telefonspeicher, Stoppuhr, Timer und Wecker in einem. Meine Digitaluhr war sogar der perfekte Spicker für Klassenarbeiten, denn man konnte einen Lauftext eingeben, der nur auf Tastendruck sichtbar wurde. Kein Lehrer der Welt verband damals das technische Verständnis und detektivische Gespür, um einen solchen Spicker zu finden.
Zurück zum Thema - wer hat denn heute noch eine Digitaluhr? Spätestens seit Anfang der 90er Jahre sind die fernöstlichen Wunderwerke im Kleinformat fast komplett aus dem Alltag verschwunden. Heute verbindet man damit allenfalls ganz harte Computer Geeks, aber selbst für die ist es nur ein Ausdruck von Nostalgie und Rückerinnerung an eine Zeit, als nicht Polygone, sondern Sprites die Computerspiele bevölkerten.
Interessanterweise passierte das Aussterben der Digitaluhren ein paar Jahre vor der Dämmerung der Handys als multifunktionale Wunderwerke, die für viele Kids und Jugendliche natürlich auch die Uhr am Handgelenk ersetzen. Digitaluhren waren also tatsächlich eine Modeerscheinung (Mode im schlimmsten Sinne gebraucht), die trotz technischer Neuerungen und Innovationen zu ihrer Zeit nur einen relativ kurzen Lebenszyklus genoss und sich auch nicht zu etwas anderem weiterentwickelte.
Uhren am Handgelenk sind heute wie eh und jeh Gerbauchsgegenstand und Luxusgut, extravagenates Designobjekt, Ausdruck von Geschmack oder Geschmacklosigkeit des Trägers, und - sie haben Zeiger und Zahnräder, so wie schon seit Hunderten von Jahren.
Labels: Medien und Technik, Zeitgeschehen
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Robs Blog ist der Blog von Robert Schneider aus Berlin. Ich schreibe über DJ Musik, Unterhaltungselektronik, Xbox 360 Spiele, Berlin und Zeitgeschehen.