28. Dezember 2010
Link zum Artikel Kabel Deutschland HD Aufnahmen zu MKV konvertieren Posten
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HD Aufnahmen von Kabel Deutschland liegen im TS4 Format vor, dem sogenannten MP4 Transport Stream. Solche Aufnahmen erzeugt zum Beispiel der Technisat Digicorder HD K2, wenn man Filme auf Das Erste HD, ZDF HD oder ARTE HD aufnimmt (Anmerkung: Da das Signal immer in HD ausgestrahlt wird, werden auch SD Filme in normaler Auflösung im HD Format aufgenommen).
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9. August 2010
Link zum Artikel MP3 Musik ist schlechte Qualität - zurück zum Musikgenuss! Posten
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Schluss mit MP3! Jahrelang hat das beliebte Internet Musikformat den Genuss beim Musikhören Schritt für Schritt zerstört und eine Generation von Konsumenten hervorgebracht, denen der Klang der Musik egal ist.
Zuerst waren es die MP3 Dateien mit nur 128 Kbit/s, die klanglich selbst von Otto Normalverbrauchern als unterhalb Radioqualität eingestuft werden. Dann kam die Generation der Aktivlautsprecher und Handylautsprecher, denn: für quäkige MP3s braucht man auch keine Holzboxen an einer Stereoanlage aus hochwertigen Einzelkomponenten. Parallel dazu sorgten die Heimkinosysteme mit Satellitenlautsprechern und Subwoofern für den weitern Verfall. Die Bässe waberten, die Höhen zischten kristallklar, aber von einem ausgewogenen Klangbild im für Menschen normalen Frequenzspektrum konnte keine Rede sein.
Die Qualität der MP3 Stücke wurde mit höheren Internet Geschwindigkeiten zwar wieder besser (obwohl 192 Kbit/s immer noch nicht an CD-Qualität ranreichen), doch der Schaden ist passiert.
Jeder mit einem iPod hält sich heute für einen DJ und beschallt seine Umgebung oder sich selbst permanent mit einer Zufallsmischung wahllos zusammenkopierter Tracks. Musik ist zur ominpräsenten quakenden Geräuschkulisse geworden, bei der eines auf der Strecke gelieben ist: Die kulturelle Praxis und des Musikhörens und der ästhetische Genuss dabei.
P.S.: Ich höre sehr viel MP3, entweder in vollen 320 Kbit/s kodiert (kein Unterschied zur CD hörbar) oder mit dem preisgekrönten LAME MP3 Encoder in variabler Bitrate (resultierende Bitraten 200 bis 250 Kbit/s). Neue Alben meiner Lieblingsbands kaufe ich mir weiterhin auf CD.
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19. Juli 2009
Link zum Artikel Medion im Test - mangelhaft seit Jahren! Posten
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Neulich bei ALDI - ein Rückrufplakat: Ein HD Camcorder von Medion ist betroffen und kann gegen Vorlage des Kassenbons zurückgebracht werden. Doch nicht ein technischer Defekt oder eine Gefahr bei der Verwendung des Gerätes ist der Grund, sondern das Testurteil "mangelhaft" der Stiftung Warentest. Auf deutsch gesagt - das Gerät ist Schrott und ALDI befürchtet offenbar mehr Imageverlust als der finanzielle Schaden durch die Rückrufaktion wert ist.
Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Seit Jahren kaufte ich ab und zu ein technisches Gerät der Firma Medion bei ALDI - und wurde jedes Mal aufs Neue enttäuscht! Zur Information: Medion ist die Billigmarke für technische Geräte, die bei ALDI verkauft werden. Medion ist eine deutsche Firma, doch Made in Germany hat für mich hier versagt.
Es fing an mit einer 5 Megapixel Digitalkamera. Sie funktionierte erst ganz gut, ging aber genau nach Ablauf der 2 Jahre Gewährleistung kaputt. Der Fotosensor gab schlichtweg seinen Geist auf, machte nur noch pixelige grüne und violette Bilder. Eine weitere Digitalkamera mit 8 Megapixeln war nicht mal in der Lage, auch nur ein brauchbares Foto zu machen. Der automatische Weißabgleich produzierte Fotos in starken lila und blau Tönen, die Scharfstellung brauchte mindestens zwei Sekunden, der Blitz führte zur extremen Überbelichtung aller Motive - kompletter Schrott!
Der Digitainer von Medion sollte eine Multimediazentrale sein, zum Schauen von DVDs, Hören von CDs und Speichern von Fotos und MP3 Musik. Das Gerät war so groß wie ein Desktop PC, ungefähr doppelt so laut, potthässlich, und - es funktionierte schlichtweg nicht. Das Betriebssystem stürzte schon beim Abspielen einer DVD ab, dann ging das Teil zurück zu ALDI.
Ein Audio und Video Funkübertragungssystem von Medion sollte in der Küche die Musik aus dem Wohnzimmer abspielen. Schön gedacht, aber die Rechnung ohne Medion gemacht. Selbst mit Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger war das Gerät nicht in der Lage, rauschfrei die Musiksignale zu übertragen, geschweige denn mit zwei Wänden zwischendurch. Leider stand das aber auf der Verpackung, also zurück zu ALDI!
Eine kompakte Design-Musikanlage von Medion sollte laut Verpackung sowohl CDs als auch USB-Sticks und iPods abspielen, für grade mal 99 Euro. Ein schickes Design und ein guter Klang waren der erste Eindruck nach dem Auspacken. Doch das Unfassbare - beim CD Abspielen knackte das Gerät bei jedem Titelwechsel deutlich hörbar. Somit konnte das Gerät keine pausenfreien CDs wie Live-Aufnahmen, Hörspiele, klassische Konzerte oder DJ-Mixe abspielen, denn jeder Titelwechsel ist mit einer hörbaren Pause und einem lauten Knacken verbunden.
Das Gerät verfügt weiterhin über eine Funktion mit dem Namen "ESP", die laut Anleitung besonders störungsfrei CDs wiedergeben soll. Wenn aber diese ESP-Funktion eingeschaltet ist, kann man nicht mal mehr einen Titel ohne Stottern, Knacken und letztendlichen Abbruch der Wiedergabe hören. Unglücklicherweise ist diese Funktion standardmäßig eingeschaltet, man muss sie jedesmal mit der Fernbedienung deaktivieren, um überhaupt CDs hören zu können. Nach zwei Monaten Betrieb versagte die Kompaktanlage dann komplett ihren Dienst. Der Medion Kundenservice funktionierte gut, nach ein paar Wochen war das reparierte Teil wieder da - das gesamte Motherboard war ausgewechselt worden!
Ich erkenne ein Muster - Medion wirbt immer mit umfangreichen technischen Features und viel Zubehör, verbunden mit einem sehr günstigen Preis im Vergleich zu Markenartikeln. Das Wort "Design" im Namen der Geräte verrät dann schon die Ursache des Problems, denn hinter dem schicken Äußeren und den vielen Funktionen verbirgt sich offenbar in vielen Fällen mangelhafte Technik und ohne Sinn und Verstand zusammengeschusterte Produkte.
Aktuell tut eine Mikrowelle von Medion ihren Dienst in meiner Küche. Bei Mikrowellen kann man doch nichts falsch machen oder? Ich hoffe nicht ...
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29. August 2008
Link zum Artikel Maxxim ist mein neuer Handytarif Posten
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Maxxim ist die neue Prepaid Karte, mit der man für nur 8 Cent pro Minute oder SMS in alle Netze telefonieren oder simsen kann. Diesen Preis bietet sonst kein Mobilfunk Discounter für eine einfache SIM-Karte ohne irgendwelche Zusatzbedingungen, also ohne Grundgebühr oder Mindestumsatz zum Beispiel. Andere billige Prepaid Karten wie blau oder fonic kosten 9 Cent pro Minute, das ist natürlich auch sehr billig, aber 8 Cent ist eben der neue Preisbrecher!
Maxxim eignet sich für mich, wenn man 50 bis 300 Minuten pro Monat ins Festnetz und verschiedene Handynetze telefoniert - eine Handy Flatrate lohnt da nicht. Nach dem Maxxim Test habe ich mich entschlossen, meinen eplus Vertrag auslaufen zu lassen, um ab dann mit meinem alten Handy und der neuen Maxxim Prepaid Karte zu telefonieren. Mit Maxxim telefoniere ich dann sogar im D1-Netz! Natürlich hat Maxxim keine tollen Extras, aber die brauche ich nicht (zum Beispiel schnelles Internet übers Handy oder ein billiges neue Handy zum Tarif dazu). In meinem anderen Handy habe ich schon seit einem Jahr eine callmobile Karte, und das funktioniert auch super, mit automatischer Abbuchung ganz ohne Aufwand.
Ein Blick in die nahe Vergangenheit: Wer hätte gedacht, dass die Preise für Handytelefonate so schnell sinken würden. Als vor zwei Jahren die ersten Prepaid Tarife mit besonders billigen Preisen in Deutschland erschienen, dachte noch niemand an eine Revolution. Aber mittlerweile haben sich callmobile, blau und congstar als feste Alternative etabliert. Wenn man ein altes Handy hat, aber nicht mehr zu den teuren Minutenpreisen der Handyverträge von T-Mobile, eplus, Vodafone und O2 telefonieren will, legt man einfach eine neue Prepaid Karte ins Handy ein und telefoniert ab da für unter 10 Cent pro Minute in alle Netze. Maxxim wird sicher nicht lange der billigste Prepaid Tarif sein ...
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23. April 2008
Link zum Artikel Die Uhren drehen sich rückwärts Posten
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Ist technischer Fortschritt unaufhaltbar? Geht die Entwicklung von elektronischen Produkten für den Alltag immer nur vorwärts? Werden die Geräte ständig komplizierter und für ältere Generation (und das sind heute schon die Mittdreißiger) nicht mehr bedienbar?
Während alle drei Fragen in der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation ganz klar mit ja beantwortet werden können, widersetzt sich ein technisches Kulturgut erfolgreich dem Fortschritt - die Uhr.
Schon in den 70ern spottete Douglas Adams in "Per Anhalter durch die Galaxis" über die Menschheit, dass sie als einzige galaktische Rasse Digitaluhren für eine tolle Erfindung halten würde. Digitaluhren wurden in den 70er und 80er Jahren zu einer ungeahnten Vielfalt getrieben. Die Casios zeigten nicht nur die Uhrzeit, sondern waren auch noch Taschenrechner, Telefonspeicher, Stoppuhr, Timer und Wecker in einem. Meine Digitaluhr war sogar der perfekte Spicker für Klassenarbeiten, denn man konnte einen Lauftext eingeben, der nur auf Tastendruck sichtbar wurde. Kein Lehrer der Welt verband damals das technische Verständnis und detektivische Gespür, um einen solchen Spicker zu finden.
Zurück zum Thema - wer hat denn heute noch eine Digitaluhr? Spätestens seit Anfang der 90er Jahre sind die fernöstlichen Wunderwerke im Kleinformat fast komplett aus dem Alltag verschwunden. Heute verbindet man damit allenfalls ganz harte Computer Geeks, aber selbst für die ist es nur ein Ausdruck von Nostalgie und Rückerinnerung an eine Zeit, als nicht Polygone, sondern Sprites die Computerspiele bevölkerten.
Interessanterweise passierte das Aussterben der Digitaluhren ein paar Jahre vor der Dämmerung der Handys als multifunktionale Wunderwerke, die für viele Kids und Jugendliche natürlich auch die Uhr am Handgelenk ersetzen. Digitaluhren waren also tatsächlich eine Modeerscheinung (Mode im schlimmsten Sinne gebraucht), die trotz technischer Neuerungen und Innovationen zu ihrer Zeit nur einen relativ kurzen Lebenszyklus genoss und sich auch nicht zu etwas anderem weiterentwickelte.
Uhren am Handgelenk sind heute wie eh und jeh Gerbauchsgegenstand und Luxusgut, extravagenates Designobjekt, Ausdruck von Geschmack oder Geschmacklosigkeit des Trägers, und - sie haben Zeiger und Zahnräder, so wie schon seit Hunderten von Jahren.
Labels: Medien und Technik, Zeitgeschehen
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2. März 2008
Link zum Artikel Max Headroom DVD Box - most wanted Posten
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Die 80er und frühen 90er Jahre waren unbestritten die Ära einiger kultiger Fernsehserien. Bei all dem Mainstream, der in dieser Zeit die Wohnzimmer verseuchte, gab es Perlen wie Twin Peaks, Das Model und der Schnüffler und Max Headroom. Während die beiden erstgenannten längst in aufgearbeiteter Qualität und mit vielen Extras als DVD-Boxen im Handel erhältlich sind, wartet die großartigste Serie dieser Zeit immer noch auf eine Veröffentlichung auf DVD.
Max Headroom war eine zynische und düstere Mediensatire, die in er nahen Zukunft spielte. Ein übermächtiger Konzern beherrscht die Gesellschaft. Die Medien sind zensiert und senden nur primitive Unterhaltung. Das Fernsehen ist hauptsächlich zur Verdummung der Massen da, und um die Bevölkerung mit psycho-manipulativer Werbung zu sinnlosem Konsum anzuregen. Ja, es handelt sich wirklich um eine Science-Fiction Serie, aber wie es im Slogan heißt, spielt sie nur "20 Minuten in der Zukunft".
Max Headroom ist die Kultfigur der Serie, das stotternde Alter Ego eines Journalisten im Computer, eine künstliche Intelligenz mit sarkastischem Humor, ein Hofnarr, der immer die Wahrheit sagt, wenn es sonst keiner tut. Max Headroom entstand zuerst für Werbespots von Coca-Cola, war dann der erste künstliche Moderator bei MTV, bevor er mit der US Fernsehserie endgültig in den Popkultur-Olymp aufstieg.
Die Serie ist Max Headrrom ist gleichzeitig Cyberspace und Satire, die leider viel zu oft an die Wirklichkeit der heutigen Medienlandschaft erinnert. Woran liegt es, dass Max Headroom nie wiederholt wird? Waren wegen dieser Kritik der Medienkonzerne nur die ersten sechs der insgesamt vierzehn Episoden je auf VHS erhältlich? Ist das auch der Grund, dass die Fernsehstudios Max Headroom heute nicht auf DVD veröffentlichen wollen? Die Film- und Fernsehindustrie, die sonst Politik und Macht in jeder Form thematisiert, wenn sich nur Geld damit verdienen lässt, zuckt empfindlich zusammen, wenn die eigenen brutalen Mechanismen auf intelligente Art und Weise bloßgestellt werden.
Irgendwann wird die Macht der Fans von Max Headroom das kommerzielle Kalkül beeinflussen und eine DVD-Box wird auf den Markt kommen, mit Bild und Ton remastered, 2 DVDs mit Zusatzmaterial, Interviews mit den Hauptdarstellern, gelöschten Szenen und allen Max Headroom Footage von MTV, Talkshows usw. Bis dahin geht der Aufruf an alle Max Headroom Fans, zu bloggen und sich gegenseitig zu verlinken! An dieser Stelle sei die Max Headroom Chronicles Seite empfohlen, mit Episode Guide, Cast und vielen Hintergrundinfos
Labels: Medien und Technik, TV, Zeitgeschehen
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1. Oktober 2007
Link zum Artikel Die Rache der Telekom Posten
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Am 1. Oktober 2007 um 01:00 nachts wurde in einem staubfreien und temperierten Serverraum der Deutschen Telekom ein winzig kleiner Datensatz aktiviert. Lautlos verließ er die Festplatte, auf der er über 15 Monate gewartet hatte. In Millisekunden erreichte er die Datenbank von T-Online, in der die Zugangsdaten von über einer Million DSL-Kunden gespeichert sind. Doch nur einer dieser vielen Kunden hatte jetzt keinen Internetzugang mehr. Hunderte von Kilometern entfernt trennte sich ein DSL-Router - ebenfalls lautlos - vom Netz.
15 Monate zuvor: Wir waren umgezogen und wollten die Gelegenheit nutzen und vom Telekom DSL Anschluss zu Arcor wechseln. Die Kündigung unseres Anschlusses in der alten Wohnung machte Probleme, denn die Mindestvertragslaufzeit war noch nicht abgelaufen. Nach vielen Telefonaten und Besuchen im T-Punkt akzeptierte die Telekom die Kündigung. Doch Arcor konnte kein DSL in der neuen Wohnung bereitstellen, also schlossen wir doch einen neuen Vertrag für DSL mit der Telekom.
Die Monate gingen ins Land, aus der Telekom wurde T-Com, und aus T-Com wurde T-Home, und unser Internetanschluss funktionierte ohne ein einziges Problem. Bis zum heutigen 1. Oktober, an dem eine vor über einem Jahr im Telekom-System hängengebliebene Kündigung, die schon mehrere Male durch neue Tarife und Verträge nichtig geworden war, aktiviert wurde und meinen Internetzugang lahmlegte.
Was, wenn nicht das, ist die späte Rache der Telekom dafür, dass ich zu Arcor wechseln wollte! Kommt nie nie wieder vor, versprochen! Nächstes Mal wechsele ich zu Alice!
Labels: Erlebt, Medien und Technik
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29. September 2007
Link zum Artikel Kabel Deutschland Problem - Technisat Digicorder K2 nicht zertifiziert Posten
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Zusammenfassung
Auch wenn beide Firmen es nicht offiziell empfehlen - der Technisat Digicorder K2 arbeitet einwandfrei mit Kabel Deutschland zusammen, in Kombination mit dem Alphacrypt Light Modul und einer beliebigen Smartcard von Kabel Deutschland (am besten zwei, um verschlüsselte Programme gleichzeitig aufnehmen und anschauen zu können). Sogar das Aufnehmen von Filmen der Pay-TV Sender bei Kabel Select klappt einwandfrei!
Die ganze Geschichte
Das ist die Situation: Wir schauen TV über Kabel Deutschland digital. Die Qualität für Bild und Ton ist super, wir empfangen ein paar Dutzend öffentlich-rechtliche Sender und alle privaten Free-TV Sender. Das Gerät zum Empfang von Kabel Deutschland digital ist eine PACE Box, die sich sehr einfach und schnell bedienen lässt.
Jetzt wollen wir Fernsehprogramme auch in digitaler Qualität aufnehmen. Dafür gibt es digitale Kabel-Receiver mit eingebautem Festplattenrecorder.
Kabel Deutschland bietet unter dem Namen Kabel Digital+ ein Gerät der Firma Humax an (Humax DVR-9900C). Den Humax abonniert man von Kabel Deutschland für 10 Euro im Monat für zwei Jahre, also bezahlt man 240 Euro, das ist fair. Leider hat dieses Gerät gravierene Mängel. Während die Bild- und Tonqualität wirklich fantastisch ist, ist das Aufnehmen und die Bedienung umständlich und unkomfortabel. Die beiden größten Probleme für mich sind, dass man programmierte Sendungen nicht während der Aufnahme anschauen kann (zeitversetzt) - das zeitversetzte Fernsehen (Time-Shift) funktioniert nur im laufenden Programm, nicht aber bei programmierten Aufnahmen. Weiterhin werden Sendungen zu kurz aufgezeichnet, wenn man die elektronische Programmzeitschrift (EPG) benutzt. Der Grund dafür ist, dass der genaue Anfangs- und Endzeitpunkt aus dem EPG genommen wird, die meisten Sender aber nicht auf die Minute genau anfangen und aufhören (besonders die Privatsender).
Die Alternative ist der Technisat Digicorder K2, auch genauso ein digitaler Kabelreceiver mit Festplattenrecorder. Der Digicorder K2 wird überall als ausgereiftes und komfortables Gerät beschrieben. Er hat zwei Tuner mit echter Bild-in-Bild Funktion (PIP), man kann 5 Minuten Vor- und Nachlaufzeit für Aufnahmen aus dem EPG fest einstellen, zeitversetztes Fernsehen funktioniert bestens auch bei Aufnahmen.
Und jetzt kommt's: Der Technisat Digicorder K2 ist nicht für Kabel Deutschland "zertifiziert" und kann deshalb nicht mit einer Smartcard von Kabel Deutschland verwendet werden. Auf deutsch heißt das, man sieht nur die öffentlich-rechtlichen Sender, alle anderen Sender bleiben schwarz.
Das Internet ist voll von genervten Kabel-Deutschland-Kunden mit diesem Problem, und schnell beschäftigt man sich mit Themen, für die man Dipl.-Ing. sein müsste, um sie zu verstehen: Entschlüsselungsmodule, Alphacrypt, Conax, K02 oder K09 Karten etc. Darauf habe ich keinen Bock.
Zusammenfassung: Kabel Deutschland zwingt seine Kunden, ein mangelhaftes Produkt zu kaufen, um digitales Fernsehen aufzeichnen zu können. Technisat, eine deutsche Firma, bietet für den deutschen Markt ein Top-Gerät für denselben Zweck an, dass sich aber nicht mit Kabel Deutschland, dem größten Anbieter für digitales Kabelfernsehen, verträgt. Und der Kunde schaut in die Röhre …
Labels: Medien und Technik, TV
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Robs Blog ist der Blog von Robert Schneider aus Berlin. Ich schreibe über DJ Musik, Unterhaltungselektronik, Xbox 360 Spiele, Berlin und Zeitgeschehen.