9. August 2010
Link zum Artikel MP3 Musik ist schlechte Qualität - zurück zum Musikgenuss! Posten
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Schluss mit MP3! Jahrelang hat das beliebte Internet Musikformat den Genuss beim Musikhören Schritt für Schritt zerstört und eine Generation von Konsumenten hervorgebracht, denen der Klang der Musik egal ist.
Zuerst waren es die MP3 Dateien mit nur 128 Kbit/s, die klanglich selbst von Otto Normalverbrauchern als unterhalb Radioqualität eingestuft werden. Dann kam die Generation der Aktivlautsprecher und Handylautsprecher, denn: für quäkige MP3s braucht man auch keine Holzboxen an einer Stereoanlage aus hochwertigen Einzelkomponenten. Parallel dazu sorgten die Heimkinosysteme mit Satellitenlautsprechern und Subwoofern für den weitern Verfall. Die Bässe waberten, die Höhen zischten kristallklar, aber von einem ausgewogenen Klangbild im für Menschen normalen Frequenzspektrum konnte keine Rede sein.
Die Qualität der MP3 Stücke wurde mit höheren Internet Geschwindigkeiten zwar wieder besser (obwohl 192 Kbit/s immer noch nicht an CD-Qualität ranreichen), doch der Schaden ist passiert.
Jeder mit einem iPod hält sich heute für einen DJ und beschallt seine Umgebung oder sich selbst permanent mit einer Zufallsmischung wahllos zusammenkopierter Tracks. Musik ist zur ominpräsenten quakenden Geräuschkulisse geworden, bei der eines auf der Strecke gelieben ist: Die kulturelle Praxis und des Musikhörens und der ästhetische Genuss dabei.
P.S.: Ich höre sehr viel MP3, entweder in vollen 320 Kbit/s kodiert (kein Unterschied zur CD hörbar) oder mit dem preisgekrönten LAME MP3 Encoder in variabler Bitrate (resultierende Bitraten 200 bis 250 Kbit/s). Neue Alben meiner Lieblingsbands kaufe ich mir weiterhin auf CD.
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15. Mai 2009
Link zum Artikel Alles über ROI und die Wirtschaftskrise Posten
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Alle reden von der Finanzkrise und der Krise in der Wirtschaft. Wie wirkt sich das auf die Werbung und das Marketing aus? Gary Vaynerchuck hat eine deutliche Message dazu, die aus drei Buchstaben besteht: ROI. Die einzige Form von Werbung und Vertriebsförderung, die bis zum Verbraucher nachverfolgt werden kann und auf eine positive Rendite (=ROI) hin optimiert werden kann, ist Werbung im Internet. Schaut's Euch mal an - cooler Typ, ein bisschen zu viel Kaffee getrunken vielleicht
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22. November 2008
Link zum Artikel Volks-Wörter sind wieder in! Posten
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Volk ist ein deutsches Wort. Eigentlich heißt es altgermanisch "viele" und bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die sich aus bestimmten Gründen als Einheit versteht.
Das Wort Volk hat mehrere Bedeutungswandel gerade in der jüngeren deutschen Geschichte erfahren. Im Dritten Reich wurde mit dem Begriff das deutsche Volk mythisiert und ideologisch über andere Völker gestellt. Später, in Nachkriegsdeutschland, lebte der Begriff auf beiden Seiten der Mauer weiter. Der Osten baute auf Volkseigentum, während der Westen lieber Volkswagen baute. Die Wende und Wiedervereinigung wurden unter den Slogans "Wir sind das Volk" und wenig später "Wir sind ein Volk" vorbereitet und durchgeführt.
Was liegt also näher, als dieses deutsche Universalwort kommerziell zu vermarkten. Heute spiegeln die "Volks"-Produkte der BILD-Zeitung die pragmatische Verwendung des Wortes im 21. Jahrhundert wider. Egal ob Volks-DSL, Volks-Strom oder Volks-Winterreifen, die von BILD und namhaften Firmen vermarkteten Produkte stehen für einfache Handhabung und Erschwinglichkeit für die große Masse der Bevölkerung. Ein bisschen weniger Ideologie bei den Volks-Wörtern kann den Deutschen auf keinen Fall schaden!
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4. November 2008
Link zum Artikel Weihnachtsgeschenke persönlich gestalten auf egoo Posten
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Wer einzigartige Weihnachtsgeschenke, Geburtstagsgeschenke oder Spaßgeschenke sucht, wird beim neuen Portal egoo.de fündig. Die Redaktion trägt aus dem ganzen Internet Online-Shops zusammen, in denen man sich die Produkte selbst zusammenstellen oder selber gestalten kann. Von cool bis was-ist-das-denn ist alles dabei.
Meine Lieblingsbeispiele für selbst gestaltete Geschenke:
Labels: Internet Legenden, Online-Marketing, Zeitgeschehen
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20. August 2008
Link zum Artikel Der kreative Selbstmord der Musikindustrie Posten
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Mit der Kriminalisierung der Kreativität durch GEMA und IFPI (Vertreter des Urheberrechts und Lobby der Major Labels) bedroht die Musikindustrie ihre eigene Zukunft. Die juristische Beschneidung der Kreativität durch die Vertreter der Musikindustrie und ihre pseudo-staatlichen Interessenvertreter widerspricht einem Hauptmerkmal der modernen Populärkultur, nämlich der Aneignung der Musik durch Neukombination, Sampling, Mixing oder Remixing. Produzenten und Konsumenten von Musik, Kunst und Mode können im Zeitalter von MP3 und Youtube nicht mehr voneinander getrennt werden.
Die Kulturindustrie profitiert in höchstem Maße von diesen kreativen Praktiken, denn aus der Szene und von der Straße kommen heute die Ideen und Impulse, die morgen erfolgreich vermarktet werden. Aus dem Kinderzimmer oder der Garage auf die Konzertbühnen der Welt, das ist keine Außenseitergeschichte mehr. Die kreativen Einflüsse aus der Gruppe der Konsumenten verleihen der Musik die notwendige Authentizität, um von der Zielgruppe akzeptiert werden. Die Jugendlichen kennen ihre Symbole und Erkennunsmerkmale instinktiv und strafen unechte Kopien durch Ignorieren ab.
Es spricht von großer Arroganz oder noch größerer Dummheit, wenn die Industrie ignoriert, dass die Konsumenten, egal ob sie kaufen oder nicht, auch für die ständige Erneuerung von Musik und Stil in der Jugendkultur verantwortlich sind.
Das krasseste Beispiel ist wohl die Kriminalisierung sogenannter Raubkopierer und eine Vermischung von organisierter Kriminalität mit dem Recht auf Privatkopie. Als braver Käufer von DVDs und auch im Kino muss ich jedes Mal diese unerträgliche Werbung über mich ergehen lassen, in der gezeigt wird, dass Raubkopierer im Gefängnis landen. In letzter Konsequenz stellt also die Unterhaltungsindustrie alle Konsumenten, von denen sie leben, unter einen Generalverdacht der Kriminalität! Fuck you, kann ich dazu nur noch sagen.
Auch das Vorgehen der IFPI (der Weltverband der Phonoindustrie) gegen DJs und ihre DJ-Mixe für Promotionzwecke ist ein Schnitt ins eigene Fleisch, der nur mit fehlendem Realitätsbezug erklärt werden kann. DJs sind die besten Multiplikatoren für die Masse, und eine große Anzahl kommerzieller Erfolge wurde durch DJs in Clubs erst bekannt macht. Anstatt für DJ-Mixe und deren Verbreitung klare Vorgaben zu setzen (zum Beispiel Nennung der Quellen mit Bezugsmöglichkeit, Reduzierung der Qualität unter die Originalqualität), wird die Verbreitung von DJ-Mixen pauschal als illegal deklariert und DJs werden verfolgt und abgemahnt, wie unlängst von der IFPI Schweiz berichtet wurde.
Dieser Artikel bezieht sich auf den GEMA Protest in Berlin Artikel.
Labels: DJ, Zeitgeschehen
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Link zum Artikel GEMA Protest in Berlin führt GEMA Lizenzpflicht für Zitate ad absurdum Posten
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Das wird lustig! Am 12. September bekommt die GEMA in Berlin eine Menge Arbeit auf den Tisch.
Der Künstler Johannes Kreidler komponierte ein 33 Sekunden langes Stück Musik, das aus über 70.000 (sic!) kleinen Musikschnipseln anderer Werke besteht. Laut GEMA-Bestimmungen muss er für jedes einzelne der verwendeten Schnipselchen einen Einzelnachweis für Zitate schriftlich bei der GEMA einreichen. Dazu will er vor der GEMA Zentrale in der Bayreuther Straße 37 in Berlin mit einem Lastwagen vorfahren. Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht, denn natürlich ist das eine Protestaktion gegen die Beschneidung künstlerischer Freiheit im Zeitalter beliebiger digitaler Vervielfältigung und Verfremdung.
Der Künstler geht davon aus, dass jede kreative Arbeit fremdes Material benutze und verarbeite. Das Urheberrecht hingegen sieht in jeglicher identifizierbarer Verwendung von selbst kleinen Versatzstücken aus anderen künstlerischen Werken einen potentiellen Verstoß gegen das selbige. Kreidler spricht sich genau hiergegen aus, nämlich ästhetische Fragen und juristische Fragen (hinter denen letztendlich rein kommerzielle Beweggründe stehen) deckungsgleich zu behandeln. Damit, so Kreidler, werde Kreativität illegal gemacht, sobald sie veröffentlicht würde.
Die Aktion von Johannes Kreidler ist auch eine Antwort auf die Jammerei der Musikindustrie nach "Schutz des geistigen Eigentums" (eigentlich Schutz ihres Geldes), nur weil die großen Unterhaltungskonzerne 10 Jahre die Digitalisierung der Unterhaltungsmedien verschlafen haben. Konzepte für digitales Konsumverhalten wurde erst entwickelt, als nicht-kommerzieller Konsum von Musik und Videos schon gängige Praxis geworden war.
Danke Heiko für's Finden! Ist genau mein Thema!
Labels: DJ, Zeitgeschehen
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25. April 2008
Link zum Artikel So peinlich ist Berlin - die Flughafen Tempelhof Debatte Posten
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Dass Berlin gerne mal peinlich rüberkommt, ist bekannt. Und dass in Berlin Machtkämpfe zwischen Politik und Wirtschaft gerne auf dem Rücken der Berliner ausgetragen werden, weiß schon jeder Gassenhauer pfeifende Hosenscheißer.
Wenn beide Phänomene zusammenkommen, erlebt man so etwas unglaubliches wie den Volksentscheid über den Flughafen Berlin Tempelhof, der im viel zu kalten Frühjahr 2008 das Berliner Stadtgespräch bestimmt.
Zur Vorgeschichte nur ganz kurz: Der rot-rote Berliner Senat hatte die Schließung des Flughafens in Berlin-Tempelhof beschlossen, aber die Opposition aus Union, FDP und verschiedenen Interessenvereinigungen (auch Lobbys genannt) war dagegen. Um die Entscheidung des Senats umzukehren, wurde ein Volksentscheid ins Leben gerufen. Dieser Tatbestand ist an sich schon bemerkenswert, denn CDU und FDP sind von jeher Gegner und Verhinderer basisdemokratischer Einflüsse in der Politik.
Beide Seiten - Flughafengegner und Flughafenbefürworter - liefern sich seitdem eine öffentliche Debatte, die an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten ist. Selbst wenn man nicht die verantwortlungslos parteiische lokale Journaille aus BILD Berlin und Bingo-Zeitung verfolgt, wird man fortwährend von Plakaten und Anschlägen im Stadtbild belästigt, die immer absurder werdende hanebüchene Argumente pro und kontra auftischen.
Die Tempelhof Lobby vergewaltigt für den Flughafenentscheid kurzerhand einen Grundsatz der Demokratie, wenn sie Artikel 20 aus dem Grundgesetz zitieren: "Alle Macht geht vom Volke aus" titeln die Plakte auf deutsch und türkisch in verschiedenen Stadtbezirken Berlins. Mit der Sache hat das nichts mehr zu tun, allein der Volkeswille gegen den Regierenden und seine Koalition soll hier aktiviert werden.
Tempelhof Gegner aus dem Lager von SPD und Die Linke rüsteten zum demagogischen Gegenschlag und verschandeln derzeit das Stadtbild mit Bauarbeitern, allein erziehenden Müttern und Omis, die mit Berliner Schnauze gegen den vermeintlichen Bonzenflughafen Tempelhof wettern: "Ick fliege uff Berlin, aber nicht von Tempelhof" und "Ick zahl doch nicht für'n VIP-Flughafen", titeln mürrische Gesichter und verursachen statt Betroffenheit einfach nur Befremden bei jedem Berliner mit einem Mindestmaß an kritischem Einschätzungsmaßnahmen (ein paar hundert kommen da schon zusammen, denke ich). Dass Tempelhof ein Flughafen für Geschäftsreisende, wenig frequentierte Strecken und kleine Flugzeuge ist, hat einfach nichts mit dem sozialen Gegensatz von reich und arm zu tun.
Berliner, geht NICHT abstimmen im Volksentscheid um die Zukunft des Flughafens Berlin-Tempelhof. Wer die Berliner derartig für dumm verkauft, hat keine Stimme verdient, liebe Politiker und Lobbyisten. Lasst uns lieber in den Park gehen und die Sonne genießen, denn der Frühling wird doch noch schön!
Labels: Berlin, Zeitgeschehen
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23. April 2008
Link zum Artikel Die Uhren drehen sich rückwärts Posten
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Ist technischer Fortschritt unaufhaltbar? Geht die Entwicklung von elektronischen Produkten für den Alltag immer nur vorwärts? Werden die Geräte ständig komplizierter und für ältere Generation (und das sind heute schon die Mittdreißiger) nicht mehr bedienbar?
Während alle drei Fragen in der Unterhaltungselektronik und Telekommunikation ganz klar mit ja beantwortet werden können, widersetzt sich ein technisches Kulturgut erfolgreich dem Fortschritt - die Uhr.
Schon in den 70ern spottete Douglas Adams in "Per Anhalter durch die Galaxis" über die Menschheit, dass sie als einzige galaktische Rasse Digitaluhren für eine tolle Erfindung halten würde. Digitaluhren wurden in den 70er und 80er Jahren zu einer ungeahnten Vielfalt getrieben. Die Casios zeigten nicht nur die Uhrzeit, sondern waren auch noch Taschenrechner, Telefonspeicher, Stoppuhr, Timer und Wecker in einem. Meine Digitaluhr war sogar der perfekte Spicker für Klassenarbeiten, denn man konnte einen Lauftext eingeben, der nur auf Tastendruck sichtbar wurde. Kein Lehrer der Welt verband damals das technische Verständnis und detektivische Gespür, um einen solchen Spicker zu finden.
Zurück zum Thema - wer hat denn heute noch eine Digitaluhr? Spätestens seit Anfang der 90er Jahre sind die fernöstlichen Wunderwerke im Kleinformat fast komplett aus dem Alltag verschwunden. Heute verbindet man damit allenfalls ganz harte Computer Geeks, aber selbst für die ist es nur ein Ausdruck von Nostalgie und Rückerinnerung an eine Zeit, als nicht Polygone, sondern Sprites die Computerspiele bevölkerten.
Interessanterweise passierte das Aussterben der Digitaluhren ein paar Jahre vor der Dämmerung der Handys als multifunktionale Wunderwerke, die für viele Kids und Jugendliche natürlich auch die Uhr am Handgelenk ersetzen. Digitaluhren waren also tatsächlich eine Modeerscheinung (Mode im schlimmsten Sinne gebraucht), die trotz technischer Neuerungen und Innovationen zu ihrer Zeit nur einen relativ kurzen Lebenszyklus genoss und sich auch nicht zu etwas anderem weiterentwickelte.
Uhren am Handgelenk sind heute wie eh und jeh Gerbauchsgegenstand und Luxusgut, extravagenates Designobjekt, Ausdruck von Geschmack oder Geschmacklosigkeit des Trägers, und - sie haben Zeiger und Zahnräder, so wie schon seit Hunderten von Jahren.
Labels: Medien und Technik, Zeitgeschehen
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11. März 2008
Link zum Artikel Technoviking - ein Youtube Mythos Posten
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Technoviking, das ist ein Video, das auf Youtube seit 2006 mehr als 2,6 Millionen Mal aufgerufen wurde und mehr als 6.100 Kommentare aus allen Ländern der Erde erhalten hat.
Das Technoviking Video zeigt die Fuckparade in Berlin (Gegenveranstaltung zur Loveparade) auf dem Weg zum Rosenthaler Platz. Ein besoffener Typ rempelt eine tanzende Frau an und wird dafür von einem muskelbepackten Typen mit Vikingerbart - dem Technoviking - gecheckt. Dann tanzt Technoviking hinter dem Wagen her zu lauter Technomusik und interagiert mit verschiedenen vorbeigehenden Typen. So erhält er eine umgedrehte Flasche Wasser und einen Partyflyer, den er aufmerksam liest.
Das Technoviking Video hat den Untertitel "real or setup", also echt oder gestellt. Den Fans ist das jedoch egal, sie lieben Technoviking wie sonst nur Chuck Norris (einen weitere Internet Legende). In den Kommentaren zum Clip wird jedes Details und jede Bewegung von Technoviking als Zeichen gedeutet und in neue Kontexte eingebettet. Mein Lieblingskommentar ist:
Whenever the Techno Viking visits America, he is followed by Chuck Norris, who fetches inverted bottles of water for him.Technoviking Fans sind so großartig wie Technoviking selbst. Mit Humor und Einfallsreichtum machen sie aus 4:00 Minuten ruckeligem Internetvideo ein Universum der Pop- und Fankultur. Zahlreiche neue Versionen lassen Technoviking zu Polka und Euro-Dance tanzen, erfinden Untertitel und kombinieren in mehr als 30 Technoviking Video Responses Elemente aus dem Film 300, teutonischen Klischees und purem Nonsense.
Labels: Internet Legenden, Zeitgeschehen
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Link zum Artikel Youtube - ein Januskopf der Internetwelt Posten
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Youtube - darin spiegelt sich die ganze Sinnlosigkeit des Internets. Youtube ist ein digitaler Schrottplatz, auf dem die Scavenger der schönen neuen Welt Medien ohne Information konsumieren, und jugendliche Lebenszeit in Größenordnungen vom virtuellen Äther aufgesogen wird.
Aber Youtube ist auch ein neuer Nexus der Postmoderne. Die Bricolage, das Nehmen und Verknüpfen von kurzen Video-Clips, wird auf Youtube zu einem endlosen Livestrom der Popkultur, den jeder User in jeder Session für sich selbst entdeckt, neu zusammenstellt und mit anderen teilt. Nie war die Grenze zwischen Konsument und Produzent so fließend, nie war die Bühne dem Publikum näher als auf Youtube.
Youtube ist ein Januskopf des Internets, zwei Gesichter, die in unterschiedliche Richtungen schauen. Der aufgeklärte und kritische Internetuser hat glücklicherweise die freie Wahl, welchem der Gesichter er entgegentritt.
Youtube hat Internet Legenden hervorgebracht, eigene Geschichten und Phänomene, Hypes und Stars kamen und gingen, aber davon mehr im nächsten Blog!
Labels: Internet Legenden, Zeitgeschehen
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2. März 2008
Link zum Artikel Max Headroom DVD Box - most wanted Posten
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Die 80er und frühen 90er Jahre waren unbestritten die Ära einiger kultiger Fernsehserien. Bei all dem Mainstream, der in dieser Zeit die Wohnzimmer verseuchte, gab es Perlen wie Twin Peaks, Das Model und der Schnüffler und Max Headroom. Während die beiden erstgenannten längst in aufgearbeiteter Qualität und mit vielen Extras als DVD-Boxen im Handel erhältlich sind, wartet die großartigste Serie dieser Zeit immer noch auf eine Veröffentlichung auf DVD.
Max Headroom war eine zynische und düstere Mediensatire, die in er nahen Zukunft spielte. Ein übermächtiger Konzern beherrscht die Gesellschaft. Die Medien sind zensiert und senden nur primitive Unterhaltung. Das Fernsehen ist hauptsächlich zur Verdummung der Massen da, und um die Bevölkerung mit psycho-manipulativer Werbung zu sinnlosem Konsum anzuregen. Ja, es handelt sich wirklich um eine Science-Fiction Serie, aber wie es im Slogan heißt, spielt sie nur "20 Minuten in der Zukunft".
Max Headroom ist die Kultfigur der Serie, das stotternde Alter Ego eines Journalisten im Computer, eine künstliche Intelligenz mit sarkastischem Humor, ein Hofnarr, der immer die Wahrheit sagt, wenn es sonst keiner tut. Max Headroom entstand zuerst für Werbespots von Coca-Cola, war dann der erste künstliche Moderator bei MTV, bevor er mit der US Fernsehserie endgültig in den Popkultur-Olymp aufstieg.
Die Serie ist Max Headrrom ist gleichzeitig Cyberspace und Satire, die leider viel zu oft an die Wirklichkeit der heutigen Medienlandschaft erinnert. Woran liegt es, dass Max Headroom nie wiederholt wird? Waren wegen dieser Kritik der Medienkonzerne nur die ersten sechs der insgesamt vierzehn Episoden je auf VHS erhältlich? Ist das auch der Grund, dass die Fernsehstudios Max Headroom heute nicht auf DVD veröffentlichen wollen? Die Film- und Fernsehindustrie, die sonst Politik und Macht in jeder Form thematisiert, wenn sich nur Geld damit verdienen lässt, zuckt empfindlich zusammen, wenn die eigenen brutalen Mechanismen auf intelligente Art und Weise bloßgestellt werden.
Irgendwann wird die Macht der Fans von Max Headroom das kommerzielle Kalkül beeinflussen und eine DVD-Box wird auf den Markt kommen, mit Bild und Ton remastered, 2 DVDs mit Zusatzmaterial, Interviews mit den Hauptdarstellern, gelöschten Szenen und allen Max Headroom Footage von MTV, Talkshows usw. Bis dahin geht der Aufruf an alle Max Headroom Fans, zu bloggen und sich gegenseitig zu verlinken! An dieser Stelle sei die Max Headroom Chronicles Seite empfohlen, mit Episode Guide, Cast und vielen Hintergrundinfos
Labels: Medien und Technik, TV, Zeitgeschehen
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20. Februar 2008
Link zum Artikel Don't mean to be rude, but ... FUCK Posten
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Ok, time for some edutainment. Everything you ever wanted to know about the word FUCK and its multiple meanings - check out this funny Flash film! Oh - and don't be offended, most of the meanings of the word FUCK do not have a sexual connotation. Enjoy!
FUCK film (now spider this, you damn search engines)
Labels: Internet Legenden, Zeitgeschehen
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8. Februar 2008
Link zum Artikel About the impossibility of having a Pizza at Riga Airport Posten
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Imagine you're at Riga's airport RIX and you're hungry. You have two hours to go before lift-off (a welcome respite from three days of non-stop partying at the zanox company event Aspen 2008 in Riga). Of course you would try to find a nice place to sit down and eat something. This is where the story unfolds ...
Going through security straight after checking in was the first bad idea. It was already too late when I realised that they were far more eating facilities outside in the public zone than in the passenger zone. Once inside, I was mildly shocked to find that they are only two little cafés with virtually no food apart from cheese toast and cookies that you had to dip in your coffee because otherwise they would crumble to dust between your fingers.
While walking around crestfallen I noticed a declining ramp with two big sign-posts for "Lulu Pizza" fast food restaurant. The first remarkable thing was that "fast food" still seems to be a quality in Latvia that's worth pointing out on an advertisement. The second thing of course was the fact that they had Pizza, probably even hot and greasy.
Alright, down I went to check out this Pizza restaurant at Riga airport. Having descended to the platform below, I stood before a check-in gate and had a dry Latvian beauty with dark hair and a military uniform stare at me from behind a customs counter. I looked around uneasily, but there was nothing else down here.
I went back upstairs to my colleagues to report that there was nothing to report. We asked around in the nearby perfume stores, but the counter-women either did not speak English (which is remarkable for an international airport) or were reluctant to share any knowledge about the mistery Pizza restaurant with us (which is remarkable for someone who supposedly works in the service industry). The waitress at one of the cafes was really nice and explained to us in very good English that she actually had been to the Pizza restaurant just a couple of days ago and that she had no explanation why we couldn't find it.
Having watched a plenitude of X-files episodes, I went back to the ramp to check out the scene of action again. This time I asked the customs woman - vey politely of course - if she had any idea about the whereabouts of the Pizza restaurant down here. She looked at me and pointed with her finger behind her, through the sealed doors of the gate area.
No mistery involved - it turned out that the restaurant was behind the gate and that only people who fly to Moscow at that very gate have the chance to visit the Pizza restaurant at Riga airport. No more questions - we sat down in one of the cafes, had a cheese toast that consisted of exactly these two indgredients - cheese and toast - knowing that the next pizza for us was 1,000 kilometres away, in Berlin.
Labels: Aspen 2008, Reisen, Zeitgeschehen
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15. Januar 2008
Link zum Artikel Veröffentlicht mal einer nen DUDEN für die XBOX 360? Posten
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Als frisch gebackener XBOX 360 Spieler muss man natürlich im Internet nach Tipps und Tricks, Screenshots, Trailern, Reviews und Tests für XBOX 360 Spiele suchen. Dabei stößt man ganz unfreiwillig über die Kommentare von anderen XBOX 360 Spielern und fragt sich unwillkürlich, ob zwischen Konsolenspielen und Legasthenie ein kausaler Zusammenhang besteht.
Die deutsche Sprache, im Internet ohnehin schon arg strapaziert, anglikanisiert und abgekürzt, erfährt hier eine ihrer schlimmsten Niederlagen. Natürlich ist das Internet kein Literaturzirkel, aber ein Mindestmaß an Rechtschreibung und Stil hilft schlicht und einfach der Lesbarkeit und allgemeinen Verständlichkeit, meine lieben XBOX Gefährten.
Ok, zwei Beispiele für den Stil in einem XBOX 360 Forum: "finde bilder und test echt nich gut gegner ehhr langweilig und story erinnert mich an nee fraun schnulse", oder: "Wenn das so beklemment und Spannend wird wie Spiel xzy dann hat ess 10 Punkte Verdient".
Also, für mich ist der Fall klar - Der DUDEN - das offizielle Nachschlagewerk zur deutschen Rechtschreibung, bald auf Ihrer XBOX 360!
Labels: Xbox 360, Zeitgeschehen
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8. Januar 2008
Link zum Artikel Jugendkriminalität in Deutschland - peinliche Debatte ohne Ursachenforschung Posten
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Die Debatte um kriminelle Jugendliche, besonders ausländischer Herkunft, bringt dieser Tage eine der schlechtesten Seiten Deutschlands an Tageslicht: Die Unfähigkeit, das vermeintlich Fremde in unserer Gesellschaft zu akzeptieren und zu integrieren.
Hohe Jugendkriminalität unter in Deutschland lebenden Menschen ausländischer Herkunft ist eine statistische Tatsache. Niemand findet das gut, alle wollen etwas ändern. Aber die Reaktionen aus der Politik sind wie immer nur reflexartig und populistisch: Härter bestrafen, schneller abschieben.
Moment mal, WEN will man denn da WOHIN abschieben? Im Falle der U-Bahn Schläger von München Ende 2007 handelt es sich um einen türkischstämmigen Jugendlichen, der in Deutschland geboren ist, kein türkisch spricht und nur zwei Mal in seinem Leben überhaupt zum Urlaub in der Türkei war.
Deutschland hat ein Problem mit dem Verständnis, wer "Ausländer" ist und wer nicht. Es ist absurd Menschen abzuschieben, die hier in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, nur weil der deutsche Staat keine klare Regelung zur Staatsbürgerschaft geschaffen hat. Ebenso absurd ist es, die alleinige Schuld den Individuen ausländischer Herkunft oder gar ihrer kulturellen Zugehörigkeit zu geben, und nicht AUCH die dumme oder gänzlich fehlende Integrationspolitik mit zur Erklärung heranzuziehen. Deutschland muss akzeptieren, dass Menschen auch dann als Deutsche anzusehen sind, wenn sie nicht in der deutschen Kultur aufgewachsen sind, sondern in schon seit 50 Jahren bestehenden Mischformen deutscher und zum Beispiel italienischer oder türkischer Kultur.
Abschiebungen und höhere Strafen sind Augenwischerei und Aktionismus, besonders vor dem Hintergrund von seit Jahren herabgesetzter Etats für Polizei, Jugendarbeit und soziale Dienste. Nur wenn diese abschreckenden und präventiven Maßnahmen gleichzeitig mit einem neuen Verständnis einer kulturell gemischten deutschen Gesellschaft einhergehen,
kann Deutschland die ausländischstämmige Bevölkerung als Chance und Zukunft wahrnehmen.
Labels: Zeitgeschehen
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5. Oktober 2007
Link zum Artikel Britney Spears wegen Nacktheit unter Verdacht Posten
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Manche Meldungen muss man zweimal lesen. Britney Spears droht laut Yahoo! vom 5. Oktober 2007 eine Untersuchung wegen Kindesmisshandlung. Ihr Ex-Bodyguard erzählte Details über Britneys Drogenmissbrauch und Nacktheit vor ihren Söhnen. Moment mal ... ja richtig, Nacktheit vor den eigenen Kindern scheint in den USA schon einen Strafbestand darzustellen. Nicht, dass ich Britney Spears verteidigen möchte, aber ehrlich: Die spinnen, die Amis!
Labels: Zeitgeschehen
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Weiterführender Link zum Thema Britney Spears wegen Nacktheit unter Verdacht
21. Juli 2006
Link zum Artikel Todessehnsucht in der Mittagshitze Posten
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Ich halte das nicht mehr für Zufall. Erst wenn die Temperaturen über die Unerträglicheitsgrenze gestiegen sind, kommen sie auf die Straße: Rentner und Jogger! Die einen hinterlassen Turnschuhspuren im weichen Asphalt, die anderen stehen auf ihren Stock gestützt schwer keuchend an einer Ecke und schauen Dir hilfesuchend aus heiß glänzenden Augen hinterher. Mit jeder Ozonwarnung werden es mehr, jeder Kreislaufkollaps heißt: jetzt erst recht!
Zwei Krankenwagen lesen die Opfer von der Straße, eine dehydrierte alte Dame, die beteuert, sie hätte heute schon eine halbe Flasche Minerwalwasser mit Sprudel getrunken, und ein bebrillter Triathlon-Aspirant, der eine große Schweisspfütze auf dem Gehweg hinterlässt, nachdem die kopfschüttelnden Krankenträger seine schlaffen Glieder auf die Trage gesammelt haben. Die Martinshörner der sich rasch entfernden Wagen sind nur das Startsignal für vier neue Todessehnsüchtige, denn es jetzt ist es 12 Uhr Mittag: High Noon im Sommer 2006!
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Robs Blog ist der Blog von Robert Schneider aus Berlin. Ich schreibe über DJ Musik, Unterhaltungselektronik, Xbox 360 Spiele, Berlin und Zeitgeschehen.